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Was sind Reptilien?

Der Name Reptil stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie kriechend. Die Reptilien gehören zur Klasse der Wirbeltiere und bilden einen Übergang von den niederen zu den höheren Wirbeltieren. Sie gehören zu den ältesten Lebewesen unseres Planeten und es gab einmal fast 10000 Arten von ihnen. Viele Reptilien sind schon lange ausgestorben. Zu den heute noch vorkommenden Arten gehören die Schuppen-Kriechtiere, die Schildkröten, die Echsen, die Schlangen und die Krokodile.

Das Ende der Saurier

Auch die Dino- und anderen Saurier gehörten zu den Reptilien. Bis vor etwa 65 Millionen Jahren waren sie eine dominierende Tierart. Dann verschwanden sie von der Erde. Es gibt verschiedene Theorien darüber, warum die Saurier ausstarben. Es könnte an einer allmählichen oder plötzlichen Klimaveränderung gelegen haben, an einem Meteoriteneinschlag oder riesigen Vulkanausbrüchen, aber auch eine tödliche Krankheit, verbreitet durch einen Virus ist in der Diskussion.

Bedrohung der heute lebenden Reptilien

Auch in unserer Zeit sind Reptilien massiv vom Aussterben bedroht. Ihr Lebensraum wird durch intensive Landwirtschaft, durch Brandrodung von Wäldern und immer weiter fortschreitende Besiedlung zerstört, manche Arten werden auch gejagt und gegessen. Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen 20 Prozent aller heutigen Reptilien.

Einheimische Reptilien

In Deutschland kommen im Gegensatz zu den wärmeren Gebieten der Erde nur wenige Reptilien in der Natur vor. Sie brauchen als wechselwarme Tiere meistens mehr Sonne und Wärme, als unser Klima bietet. Trotzdem leben bei uns einige Reptilienarten. Dabei handelt es sich um: Waldeidechse, östliche Smaragdeidechse, westliche Smaragdeidechse, Mauereidechse, Blindschleiche, Ringelnatter, Schlingnatter, Äskulapnatter, Würfelnatter, Kreuzotter und Sumpfschildkröte.

Reptilien als Haustiere

Reptilien gehören nicht zu den klassischen Schmuse-Haustieren, udn doch üben sie auf viele Menschen eine ganz eigene Faszination aus.

Reptilien gehören nicht zu den klassischen Schmuse-Haustieren, und doch üben sie auf viele Menschen eine ganz eigene Faszination aus.

Nicht nur Hund, Katze, Maus oder Meerschweinchen sind Haustiere, es gibt auch viele Menschen, die Reptilien zu Hause halten. Man kann nicht mit ihnen kuscheln oder Gassi gehen, manche kann man nicht mal anfassen. Viele tun die ganze Zeit beinahe gar nichts, trotzdem faszinieren diese Tiere. Sie sind so ganz anders – schön, fremdartig und rätselhaft. Wer sich gründlich mit ihnen befasst, ihnen die richtigen Lebensbedingungen, die passende Umgebung schafft, der taucht in ihre Welt ein. Ob es die Agamen oder Leguane sind, die an Urwelt-Drachen erinnern, die geheimnisvollen Schlangen, die wunderschönen Schildkröten, alle sind toll.