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Eidechsen

Echsen, Unsere Urzeitzeugen

Weltweit sind über 4000 Echsenarten bekannt. Echsen können ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren, daher bezeichnet man sie auch als wechselwarm. Bei kalten Temperaturen ohne wärmende Sonne fallen sie in eine Winterstarre. Die Herzfrequenz sinkt, die Atmung flacht ab und verringert sich. Echsen sind auf allen Kontinenten zu finden. Der einzige Fleck auf der Erde, wo wir keine Echsen antreffen werden ist die Antarktis. Aus Sicht der Evolution zählen sie zu den Reptilien, einer der Gruppe der ältesten Erdbewohner. Ihr Ursprung liegt im Erdzeitalter des Karbon, also etwa vor 350 Millionen Jahren. Der Vorfahre der Menschen reicht bis maximal 1.8 Millionen Jahre zurück.

Die Sonnenanbeter

Das Krokodil ist die größte und gefährlichste Echse von heute.

Das Krokodil ist die größte und gefährlichste Echse von heute.

Krokodile sind wohl die prominentesten Echsen unserer Zeit. Der nächst Kleinere nach den Krokodilen ist der Riesenleguan von den Galapagosinseln. Unsere heimischen Echsen sind deutlich kleiner.
Die meisten Eidechsen kann man bei uns an sonnigen Tagen an Felsen und Natursteinmauern entdecken. Dort sitzen sie um die Wärme der Sonne zu tanken. Allen diesen Echsen gemeinsam ist, dass sie vier Beine und einen Schwanz haben. Sie haben einen Schuppenpanzer, der mehr oder weniger stark, oder flächendeckend ausgeprägt ist. Unter den Echsen gibt es nur Eine, die keine Füße hat, die Blindschleiche. Oft wird sie mit Schlangen verwechselt, mit denen sie aber nicht verwandt ist. Erwachsene Blindschleichen weisen rudimentäre Überreste eines Schulter- und Beckengürtels auf. Bei ihren Embryonen sind anfangs noch rudimentäre Vorderbeine nachweisbar, die sich aber im Zuge des weiteren Wachstums verwachsen und verschwinden. Wie einige ihrer anderen Verwandten können sie bei Gefahr das hintere Schwanzende in Segmenten abwerfen. Es kann vorkommen, dass erwachsene Blindschleichen ihr Schwanzende im Laufe ihres erwachsen Werdens vollkommen verloren haben. Man sollte versuchen sie nicht unnötig zu erschrecken.

Die aussterbende Art

Heute sind viele dieser Tiere vom Aussterben bedroht. Die Zerstörung ihrer Lebensräume sowie die Vergiftung ihrer Lebensräume durch Chemikalien, Düngemittel und Pestizide haben einige Echsen auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten gebracht. Da sich die meisten, der bei uns heimischen, Echsen von Insekten ernähren wäre es im Interesse jedes Gärtners ihnen ein gutes Zuhause zu bieten. Das Einfachste dabei ist auf tierischen Dünger zu verzichten, die Finger vom Insektenvernichtungsmittel zu lassen und irgendwo in einer sonnigen Ecke des Gartens ein paar Steine aufzuhäufen, wo sie Sonne tanken können. Wer es noch besser machen möchte, legt unter einen Strauch einige Zweige und stellt ein Insektenhaus auf. Es wird nicht lange dauern bis sich die Blindschleiche und zahlreiche Eidechsen, darunter die starkbedrohte Zauneidechse, in unserem Garten wieder ansiedeln. Wir können den Tieren in unserem Garten ein schönes und sicheres Zuhause bieten, wenn wir nur wollen.